Kindern mit Autismus nachhaltig helfen

Empathie kann man fördern!

Gemeinsam autistische Kinder im sozialen Miteinander stärken
Wissenschaftliche Evaluation durch die HU Berlin
Ein Forschungsprojekt der Berlin School of Mind and Brain

Zirkus Empathico – Ein Forschungsprojekt der Berlin School of Mind and Brain an der Humboldt-Universität zu Berlin

Empathie bedeutet, dass wir durch die Fähigkeit zur kognitiven Empathie die Perspektive eines anderen Menschen einnehmen und dessen aktuelles Gefühl erkennen können. Darüber hinaus kann das Gefühl des anderen bei uns ein ähnliches Gefühl auslösen – dies nennt man emotionale Empathie. Nur wenn wir dieses empathische Mitempfinden richtig einordnen und verstehen können wir angemessen auf die andere Person reagieren und prosozial handeln. Von daher ist eine Voraussetzung für das positive Erleben von Empathie die Fähigkeit, eigene Gefühle erkennen, benennen und regulieren zu können.

Unsere Lernapp ZIRKUS EMPATHICO für autistische Kinder im Vor- und Grundschulalter kombiniert die Erkenntnisse wissenschaftlicher Empathieforschung mit den Lernprinzipien der autismus-spezifischen Verhaltenstherapie. Der ganzheitliche Förderansatz und der Einbezug einer erwachsenen Bezugsperson als Tutor garantieren die Übertragung der erworbenen Kompetenzen auf die alltägliche Lebensumwelt. So kann eine tatsächliche Verbesserung des Sozialverhaltens der Kinder erreicht werden!

Für viele Menschen auf den ersten Blick zu erkennen ...
Dieses Mädchen ist offensichtlich überrascht. Die weit aufgerissenen Augen, die bogenförmig hochgezogenen Augenbrauen sowie der charakteristisch offene Mund weisen auf ihren emotionalen Zustand hin. Autistische Menschen müssen diese Merkmale oftmals einzeln erlernen.
Autistische Menschen haben beim Erkennen von Gefühlen Schwierigkeiten
Zirkus Empathico
Eine App zum Training sozioemotionaler Kompetenzen für Kinder im Autismus-Spektrum
Minigame 1
Eigene Gefühle erkennen
Anhand von 60 Filmaufnahmen von emotionalen Situationen und Ereignissen lernen die Kinder, eigene Gefühle zu erkennen und zu benennen. Dies ist die Basis des empathischen Mitempfindens und stärkt die eigene Emotionsregulation!
Minigame 2
Erkennen fremder Gefühle
Hier sollen die Gefühle von Kindern und Erwachsenen auf Basis des Gesichtsausdrucks erkannt werden. Dabei helfen Hinweise auf relevante Merkmale des Gefühls. So wird die kognitive Empathie spielerisch gestärkt!
Minigame 3
Gefühle in der Welt
Auch in den gefühlsauslösenden Situationen finden sich Hinweise auf die Gefühle anderer Personen. Die Kinder üben mit Videoaufnahmen, diese Hinweise zu nutzen. Zudem wird hier die Perspektivenübernahme als zweite Komponente der kognitiven Empathie geschult!
Minigame 4
Mitfühlen und Handeln
Die Kinder lernen, die eigene Empfindung als empathische Reaktion auf das gezeigte Gefühl einer anderen Person einzuordnen. Passende Handlungsoptionen befähigen das Kind zu einem der Situation angemessenen Verhalten!
Minigame 5
Generalisierung in den Alltag
Mit der „Gefühlspuppe“ können Kinder und Erwachsenen ihre eigenen Gefühle im Alltag kommunizieren. Dies unterstützt die gezielte Übertragung der zuvor erlernten Kompetenzen in die tatsächliche Lebensumwelt und stärkt das Sozialverhalten nachhaltig!

Empathie, Autismus & therapeutische Intervention

Erfahren Sie hier mehr zu den Hintergründen unserer Arbeit!
Eine CONTEXT FILM Produktion für die doc.station Medienproduktion GmbH im Auftrag des Auswärtigen Amtes.

Zirkus Empathico wird entwickelt von

Humboldt-Universität Universität Potsdam
Wir danken dem Institut für Informatik der Universität Potsdam (Prof. Dr. Ulrike Lucke) für die Zusammenarbeit bei der technischen Entwicklung.
Prof. Dr. Isabel Dziobek
Prof. Dr. Isabel Dziobek

Professur Social Cognition

Humboldt-Universität Universität Potsdam
Simone Kirst

Doktorandin Social Cognition

Stipendiatin der Stiftung Irene

Close
Go top