Repetitive & stereotype Verhaltensweisen & Interessen

Das Merkmal der stereotypen Aktivitäten und Interessen äußert sich oftmals in eingeschränkten, sich wiederholenden Verhaltensweisen sowie dem Festhalten an Routinen und festen Abläufen und einer großen Sensibilität für Veränderungen.

Autistische Menschen neigen zu ritualisierten, sich wiederholenden Verhaltensweisen und bevorzugen feste Routinen, um ihre oftmals als chaotisch wahrgenommenen Umwelt zu strukturieren. Diese Wahrnehmung der Umwelt kann auf die meist eher auf Details fixierte Wahrnehmung und dem oft ungefilterten Einströmen von Sinneseindrücken („Reizüberflutung“) zurückzuführen sein. Im Gegensatz zur Vorhersehbarkeit und damit Sicherheit von festen Abläufen und Ordnungen können Abweichungen von der Struktur, wie z.B. ein veränderter Schulweg, umgestellte Möbel, ein neuer Tagesablauf oder umgestellte Gegenstände, Unsicherheit, Stress und sogar Panik hervorrufen.

Zu den stereotypen Verhaltensweisen zählen auch die sogenannten Spezialinteressen von Autisten. Darunter versteht man ein sehr starkes Interesse, dem mit einer auffallenden Intensität und Leidenschaft nachgegangen wird. Die Interessen sind meist auf bestimmte, teilweise auch ungewöhnliche Gebiete begrenzt. Beispiele für Spezialinteressen sind z.B. selbstständiges Erlernen von Programmiersprachen, (Spezial-)Wissen über technische Objekte und deren Funktion, spezifische Lebensweisen einer bestimmten Tierart, Physik oder Astronomie oder fremde Sprachen.

Prinzipiell kann alles zu einem Spezialinteresse werden. Oft kommen auch für Außenstehende sehr merkwürdige Interessen vor, die autistische Kinder sehr ernst nehmen, wie zum Beispiel das Auswendiglernen von Zugfahrplänen oder Wissen über Staubsauger und deren besondere Eigenschaften.

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